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Medizinische Masseurin oder Wellness-Masseurin – was ist der Unterschied?

Carole Placet

Hände einer Masseurin bei der Behandlung am Rücken

„Massage ist doch Massage" – das höre ich immer wieder. Verständlich, denn im Angebot herrscht oft Unklarheit: Wellness-Masseurin, Sportmasseur, Berufsmasseurin, medizinische Masseurin mit eidgenössischem Fachausweis. Was sich ähnlich anhört, ist rechtlich und inhaltlich ziemlich unterschiedlich.

Ein geschützter Titel

In der Schweiz ist die Berufsbezeichnung „Medizinische Masseurin bzw. Medizinischer Masseur mit eidgenössischem Fachausweis" geschützt. Wer sie trägt, hat eine mehrjährige, staatlich anerkannte Ausbildung durchlaufen und eine eidgenössische Berufsprüfung bestanden. Diese Ausbildung berechtigt – anders als eine Wellness-, Sport- oder Berufsmasseur-Ausbildung – zur Behandlung kranker Personen.

Was das für dich bedeutet

Konkret heisst das: Ich arbeite nicht nur mit Entspannungstechniken, sondern mit einer fundierten Befunderhebung. Ich taste, beobachte und frage gezielt nach, um herauszufinden, was hinter einer Beschwerde steckt – und wähle die Behandlungsmethode entsprechend aus, statt immer dasselbe Standardprogramm anzuwenden.

Ausserdem kann ich als medizinische Masseurin mit eidg. Fachausweis über deine Zusatzversicherung für Komplementärmedizin abrechnen. Eine Wellness- oder Sportmassage wird von den Krankenkassen in der Regel nicht rückerstattet.

Sport- und Wellnessmassage sind trotzdem wertvoll

Das soll Sport- und Wellnessmassagen nicht kleinreden – sie haben ihren Platz für Entspannung und Prävention. Der Unterschied liegt im Anspruch: Medizinische Massage will nicht nur guttun, sondern gezielt wirken – bei Verspannungen, Schmerzen, Bewegungseinschränkungen oder auch inneren Beschwerden.

Kurz gesagt: Sport- und Wellnessmasseur:innen fokussieren auf Entspannung und Prävention. Medizinische Massage mit eidg. FA geht der Ursache auf den Grund – mit Befunderhebung, gezielter Technikwahl und der Möglichkeit zur Abrechnung über die Zusatzversicherung.

Mehr zu den Methoden, die ich dafür einsetze, findest du auf der Methoden-Seite.

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