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Was verrät deine Zunge? Ein Blick in die Zungendiagnose

Carole Placet

Anatomische Illustration: geöffneter Mund mit herausgestreckter Zunge

Beim ersten Termin bitte ich viele Klientinnen und Klienten kurz, die Zunge zu zeigen. Die Reaktion ist oft ein überraschtes Lachen – „Wozu das denn?" Die Zunge ist eine der wenigen Stellen im Körper, an denen sich Schleimhaut, Muskulatur und Durchblutung gleichzeitig direkt beobachten lassen. Das macht sie zu einem aufschlussreichen kleinen Fenster nach innen.

Was ich mir anschaue

Vier Dinge stehen im Fokus: Farbe, Form, Belag und Feuchtigkeit. Eine blasse Zunge kann auf Erschöpfung oder Substanzmangel hinweisen, eine gerötete auf innere Hitze oder Anspannung. Zahnabdrücke am Rand deuten oft auf eine geschwächte Mitte oder Flüssigkeitsstau hin. Ein dicker, weisslicher Belag zeigt sich häufig bei träger Verdauung, ein fehlender Belag eher bei Erschöpfung oder Substanzmangel.

Ein Hinweis, keine Diagnose

Wichtig ist mir: Die Zungendiagnose ersetzt kein ärztliches Gespräch und keine schulmedizinische Abklärung. Ich setze sie ergänzend zur Anamnese ein – als zusätzlichen Hinweis, der mir hilft, die Behandlung noch gezielter auf dich abzustimmen. Manchmal bestätigt sie, was ich im Gespräch schon vermutet habe. Manchmal zeigt sie eine Spur, der wir gemeinsam nachgehen.

Kurz gesagt: Ein kurzer Blick auf die Zunge kann Hinweise auf Erschöpfung, Verdauung oder inneres Ungleichgewicht geben.

Neugierig, was deine Zunge zeigt? Wir schauen beim nächsten Termin gemeinsam hin. Mehr zur Methode findest du auch auf der Methoden-Seite.

Neugierig geworden?

Lass uns gemeinsam herausfinden, was dir wirklich hilft.

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